Der Museumsweg verbindet historische Orte, ehemalige Werkstätten und bedeutende Schauplätze in Steffisburg und Heimberg. An den einzelnen Posten erfahren Besucherinnen und Besucher faszinierende Anekdoten und historische Hintergründe.
Anleitung
Scannen den QR-Code bei der entsprechenden Postentafel mit Ihrem Smartphone und schon erhalten Sie audiovisuelle Informationen zu einem bestimmten Thema:
Routen-Info: Der Abschnitt Steffisburg, vom Höchhus bis zur Glättemühle, misst 3.6 Kilometer und dauert je nach Interesse rund zwei Stunden.
Höchhusweg 17 – Das Höchhus: Bei Restaurationen und archäologischen Grabungen zwischen 2006 und 2008 erlebte man im Erdgeschoss eine echte Überraschung: Man stiess auf die Überreste eines völlig in Vergessenheit geratenen Töpferofens. Wenn das Höchhus geöffnet ist, können diese historischen Ofenreste besichtigt werden.
Alte Bernstrasse 161 – Töpferhaus mit Geschichte: Ein traditionelles Töpferhaus, dessen Geschichte von sechs Generationen der Steffisburger Töpferfamilien Hänni und Stähli geprägt wurde – darunter auch eine bemerkenswert starke Frau, die den Betrieb massgeblich mitgestaltete.
Alte Bernstrasse 167 – Erfolgreiche Töpfer & Kunsttöpferei Desa: Zwischen 1871 und 1915 schrieben hier zwei sehr erfolgreiche Töpfer Geschichte; von 1917 bis 1952 beherbergte das Haus die bekannte Kunsttöpferei Desa.
Bushaltestelle Alte Bernstrasse – Die historische Töpfermeile: Die Alte Bernstrasse in Steffisburg war zusammen mit der Dornhaldestrasse in Heimberg im 19. und frühen 20. Jahrhundert die Töpfermeile der Region. Mit dem Bau der neuen Staatsstrasse in den 1950er-Jahren verlagerten sich der Durchgangsverkehr und die spontanen Alltagsbegegnungen.
Alte Bernstrasse 135 – Vom Streik zum Weltunternehmen (Rychiger): Aus Solidarität mit den streikenden Arbeitern beim Landesstreik 1918 verliess der K+W-Meister Rudolf Rychiger freiwillig seinen Arbeitsplatz. Im Hinterhof seines Wohnhauses gründete er eine kleine Reparaturwerkstatt für Autos und Fahrräder – der Grundstein für ein heutiges Weltunternehmen.
Glättemühleweg 25 – Die Keramikfabrik: Im Gegensatz zu den kleinen Hafnereien der Umgebung stand hier im 19. Jahrhundert eine grosse Keramikfabrik mit vielen Angestellten. Die dort hergestellte, qualitativ hochstehende Kunstkeramik war besonders bei ausländischen Touristen sehr begehrt.
Ziegelei-Kreisel – Die ehemalige Ziegelei: Hinter dem heutigen Verkehrsfluss des Ziegelei-Kreisels verbirgt sich Industriehistorie: Bis 1914 befand sich hier eine grosse Ziegelei, die 1869 von den Thuner Fabrikanten Schrämli errichtet worden war, da die Anlagen in Thun zu eng geworden waren.
