Sonderausstellung – Chacheli us em Bode
Die dritte Sonderausstellung ist eröffnet
Bei wechselhaften Wind- und Wetterbedingungen konnte Monika Schmidli Ende Oktober über 40 Personen zur Eröffnung der Sonderausstellung «Chacheli us em Bode» begrüssen. Die Vereinspräsidentin erklärte, wie die über 20 Kisten mit interessanten Fundgegenständen aus dem 19. Jahrhundert ins Museum kamen.
Mit der Schenkung erhielt das Museum «zur alten Töpferei» nicht nur Alltagsgeschirr aus früheren Zeiten, sondern auch einen Fundkomplex, der aus sozial-wirtschaftlicher Sicht sehr interessant ist und damit einen hautnahen Einblick in das Leben des 19. Jahrhunderts ermöglicht – als Hausierer und «Chacheliträger» zum Alltagsbild gehörten.
Das Ehepaar Katrin und Ernst Roth-Rubi erzählte, dass es um 1870 in Nidfluh zu einer Verschüttung eines Hauses gekommen sein muss, welches später in ihren Besitz kam. Bei einem Umbau im Jahre 1999 kamen unter einem Kellerboden die zerborstenen Gegenstände zum Vorschein, vor allem Heimberger Alltagsgeschirr. Die Archäologin und ihr Mann rekonstruierten aus den geborgenen Scherben in minutiöser Kleinarbeit einen Bestand an Kannen, Platten, Tellern, Schüsselchen und Henkeltassen mit Untertassen. Anschliessend wurde der gesamte Fund vom Archäologischen Dienst des Kantons Bern gesichtet, archiviert und ein Fundprotokoll erstellt. Katrin und Ernst Roth zeigten sich sehr erfreut, wie das Museumsteam mit den zur Verfügung stehenden Platzverhältnissen die Sonderausstellung aufbaute. «Wir sind glücklich, dass unser Schatz im Museum zur alten Töpferei so gut aufgehoben ist und nun gezeigt wird», so Roths. Der Abend wurde mit einer hervorragenden Kürbissuppe des Vorstandsmitgliedes Roger Steinmann, dem Fachmann für solche Fälle, und mit Wein-Brätzeli unseres treuen Dreamteams Regine und Ursula abgerundet.
Heimberger Adventsfenster
Ab dem 9. Dezember erleuchtet das Museumsfenster im Rahmen der Leist-Adventsfenster der Untern Au speziell hell. Diesmal wird es Gegenstände aus dem Angebot «Töpfern» der Schule zu sehen geben. An diesem Tag offeriert der Museumsverein vor dem Museum von 17 bis 20 Uhr Punsch und Guetzli. Das Museum ist in dieser Zeit geöffnet.






