Abschnitt Heimberg

Der Museumsweg verbindet historische Orte, ehemalige Werkstätten und bedeutende Schauplätze in Steffisburg und Heimberg. An den einzelnen Posten erfahren Besucherinnen und Besucher faszinierende Anekdoten und historische Hintergründe:

Anleitung

Scannen den QR-Code bei der entsprechenden Postentafel mit Ihrem Smartphone und schon erhalten Sie audiovisuelle Informationen zu einem bestimmten Thema:

  • Hören Sie die gesprochenen Informationen auf Ihrem Smartphone an und lassen dazu den Blick über die Umgebung schweifen.
  • Sehen Sie sich die Bilder an und entdecken Sie auserwählte Keramiken aus dem Museum «zur alten Töpferei».
  • Sie wollen die Kurzinformationen lieber selbst lesen? Kein Problem, die Texte sind ebenfalls unter «Inhalt» verfügbar.

Routen-Info: Der Abschnitt Heimberg, vom Museum zur alten Töpferei bis zum Töpfermuseum der Burgergemeinde misst 4.5 Kilometer und dauert ca. 2h.

Museumsweg_01

Bühlackerstrasse – Tongewinnung und Aufbereitung: Bereits die Römer nutzten die Vorkommen des feinen, reinen Tons im Bühlacker und Lättenmoos. Dieses wertvolle Grundmaterial vor der Haustüre trug wesentlich dazu bei, dass sich das Töpferhandwerk in Heimberg im 19. Jahrhundert zu seiner Blüte entwickelte.

Schulgässli 34 – Spuren zur Töpferschule Heimberg: Wo heute Formen, Maschinen und Werkzeuge hergestellt werden, gingen einst Heimberger Kinder und Jugendliche zur Schule. Im ausgehenden 19. Jahrhundert dienten die damaligen Schulhäuser zudem als Lehrräume für Töpfer und Malerinnen.

Dornhaldestrasse 37 – Idee einer Musterwerkstätte: Die Dornhaldestrasse war zur Blütezeit der Töpferei die Hauptstrasse Richtung Bern, und in weit über zwanzig Häusern wurde getöpfert. Dieser Posten erzählt auch vom «Dachbodenfund» aus der Töpferschule und von den politischen Bemühungen um eine Musterwerkstätte nach dem Ende der Mal-, Zeichnungs- und Töpferschule.

Dornhaldestrasse 31 – Ehemalige Töpferei Kunz: 1891 erwarb Friedrich Kunz hier ein grosses Grundstück und errichtete eine Hafnerei, die über sieben Jahrzehnte von seiner Familie genutzt wurde. Besonders eindrücklich: Im renovierten Gebäude ist der originale stehende Töpferofen von 1891 noch erhalten und Bestandteil der Wohnung.

Bernstrasse 310 – Archäologische Ausgrabungen: Im Heimberger Boden finden sich noch heute Scherben und Spuren vergangener Töpfereien. Bei Bauprojekten kommen immer wieder solche Zeugnisse zum Vorschein und geben dem Archäologischen Dienst des Kantons Bern Anlass zu Ausgrabungen.

Schulstrasse 5 – Werke von C. A. Schmalz: Cäsar Adolf Schmalz prägte als Künstler und Präsident der Friedhofkommission die Entwicklung rund um Kirche, Pfarrhaus, Friedhof und später auch das Schulhaus in der Au. Dieser Posten zeigt seine vielfältigen Spuren im damaligen Töpferdorf.

Alpenstrasse 26 – Mosaik C. A. Schmalz: 1921 erwarb Cäsar Adolf Schmalz im Rebli ein Wohnhaus mit Scheune. Die abgelegene Liegenschaft über der Aare war für den Künstler ein Ort der Heimat und Inspiration und wurde zu einer wichtigen Quelle für sein vielseitiges künstlerisches Schaffen.

Bernstrasse 238 – Museum «Zur alten Töpferei»: In diesem Gebäude wurde fast 250 Jahre lang getöpfert – es gehört damit zu den ältesten und letzten erhaltenen Töpferhäusern der Region. Heute präsentiert der Museumsverein in den ehemaligen Werkstatträumen Werke und die Kreativität von Hafnern, Töpfern und Malerinnen.

Auweg / Grabehüsibach – Brennen der Irdenware: Ton, Wald und Wasser waren wichtige Voraussetzungen für das ehemalige Töpferdorf. In den zahlreichen Hafnereien wurden die Waren bei 920 bis 940 Grad gebrannt – ein Brennvorgang, der 18 bis 24 Stunden dauerte und grosse Mengen Brennholz benötigte.

Alte Bernstrasse 3A – Ehemalige Töpferei Künzi: Zu einer traditionellen Töpferwerkstatt gehörten Drehscheiben, Trockengestelle und ein Brennofen. In der ehemaligen Töpferei Künzi befand sich zudem ein spezieller Tröckneofen, der eine besondere Geschichte erzählt.

Käsereiweg 40 – Töpfermuseum der Burgergemeinde: Im ehemaligen Käsekeller der alten Käserei entstand ein Museum, in dem wertvolle Exponate aus der Töpferei Hänni gesichert und ausgestellt werden konnten. Seit 2008 können die Sammlung und die Geschichte der regionalen Töpferei auf Anfrage kostenlos besichtigt werden.

Bahnhofstrasse 4 – 141 Jahre Töpferei Hänni: Bis 2004 wurde hier im Erdgeschoss getöpfert. Noch heute erinnern die Anschrift «Töpferei Hänni», der ehemalige Verkaufsladen und die umfunktionierte Tonschwemme im Garten an die lange Geschichte dieses Betriebs.

Nach oben scrollen